Cannabis Legalisierung

Cannabis ist in der Schweiz

seit 1951 als verbotenes Betäubungsmittel eingestuft. Es darf grundsätzlich weder angebaut, hergestellt noch verkauft werden. 1975 wurde auch der Konsum unter Strafe gestellt.

Das ist jedoch offensichtlich nicht mehr der richtige Weg: «Der Cannabis-Konsum ist in der Schweiz zu weit verbreitet, als dass ein Verbot weiter Sinn machen würde», sagte Adrian Gschwend, Leiter Sektion Politische Grundlagen und Vollzug im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Donnerstag vor den Medien in Bern. 750'000 Joints würden jeden Tag geraucht und Schätzungen gehen von 220'000 regelmässigen Konsumentinnen und Konsumenten aus.

120 Millionen Franken gebe der Bund jährlich für die Durchsetzung des Verbots aus, ohne dass dadurch der Cannabis-Konsum unterbunden werden könnte, sagte Gschwend. Gleichzeitig floriere wegen des Verbots der «gefährliche» Schwarzmarkt, auf welchem auch gestreckte Stoffe – etwa mit synthetischen Cannabioiden – vertickt würden. 582 Millionen Franken Umsatz generiere dieser jährlich in der Schweiz, sagte Gschwend mit Verweis auf eine noch unveröffentlichte Studie der Universität Genf.

So fordern knapp zwei Drittel der Befragten ein Mindestalter von 18 für Konsumierende, wie es am Donnerstag an einem Mediengespräch mit Vertretern des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in Bern hiess. Zwei Drittel der durch das Forschungsinstitut Sotomo Befragten unterstützten die anstehenden Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken.